Alaita – ein Musical von Marc Marchon
Dem Maja-Volk der Quiché aus der Region Utatlàn in Guatemala fehlt ein Nachfolger für den Stammesältesten Jorge, deren geistiges und kulturelles Oberhaupt. Dessen Sohn Pablo ist nur an der Kunst der Maja interessiert, nicht aber daran, sein Volk als eigentlicher Thronfolger zu führen. Pablos Geliebte Anita stirbt nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Alaita.
Jorge hatte statt einer Enkelin einen Jungen erwartet und muss einen weiteren Rückschlag auf der Suche nach einem Nachfolger verdauen. Den letzten Hoffnungsschimmer sieht er darin, die in Vergessenheit geratene Geschichte der Quiché, deren Traditionen, Lieder und Kampfformen den Jugendlichen seines Städtchens zu vermitteln und unter ihnen einen Würdigen zu finden, der in seine Fussstapfen tritt. In der eigens dafür eingerichteten Schulklasse ist kein Platz für Mädchen.
Die Zeitrechnung der Maya endet am 21.12.2012. Die Zeit wird aber nicht stehen bleiben. Wer führt die Quiché aus Utatlàn in die Zukunft?
„Alaita“ ist die Geschichte eines Volkes mit grosser Vergangenheit, lebendiger Gegenwart und ungewisser Zukunft. „Alaita“ ist auch die Geschichte des tapferen und selbstbewussten Mädchens mit demselben Namen, welches um die Anerkennung ihres geliebten und verehrten Grossvaters kämpft.
Musikalische Kompositionen in verschiedenen Stilrichtungen aus Zentral- und Südamerika umrahmen die Erzählung.
Marc Marchon, OSZ Rapperswil