Neophytenbekämpfung durch die 9c

Neophyten (neue Pflanzen) sind Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 beabsichtigt oder unbeabsichtigt nach Europa eingebracht wurden. Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in unsere Pflanzenwelt ein.

Einige aber verbreiten sich stark und setzen sich hartnäckig durch – sie werden invasiv – und werden zum Problem. Sie sollen daher möglichst frühzeitig mit geeigneten Massnahmen reguliert werden. In unseren Wäldern verbreitet sich unter anderem der Kirschlorbeer sehr stark.

In den Gärten der Neubauten ist der Kirschlorbeer eine der beliebtesten Heckenpflanzen. Kein Wunder - er wächst schnell und bildet so den gewünschten Sichtschutz. Die zahlreichen Früchte der Pflanze werden von Vögeln verzehrt und somit werden die Samen in naturnahe Lebensräume verschleppt. Jungbäume können DIckichte bilden, die die natürliche Waldverjüngung behindern und damit die einheimische Vegetation verdrängen. Dies auch zum Nachteil zahlreicher Lebewesen. Zudem kann der Baum durch Stockausschläge wieder austreiben, wenn der Stamm zerstört wird. Die Bekämpfung kann also ausschliesslich durch ein komplettes Entfernen der Pflanze geschehen.

Auf Anfrage der Umweltkommission Rapperswil hat dieses Jahr erstmals eine Klasse ein Waldstück in Rapperswil erfolgreich vom Kirschlorbeer gesäubert. Geplant ist, dass die Aktion in den kommenden Jahren regelmässig durchgeführt wird.

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Die Klasse 9c mit den gesammelten „Trophäen“

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In unseren heimischen Wäldern hat der Kirschlorbeer nichts zu suchen!

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Bei der Bekämpfung erweist sich der Kirschlorbeer als überaus zäh!

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Als Nebeneffekt wurde das Waldstück gleich noch von Abfall gesäubert.